Wenn KI Marken baut – was bleibt vom Menschen?
Auf diese Frage bot der Vortrag unseres Geschäftsführers Ralph Hermann Antworten – beim Heads-Frühstücksevent für die Mitglieder des Rotary Club Zürich Turicum. Was macht KI mit der Agenturlandschaft, und mit unserer Agentur im Speziellen?
Die wichtigsten Punkte:
1. Es wird viel fabuliert.
Solo Unicorns hin oder her – in der Schweiz scheitert ein grosser Teil der KI-Projekte, weil die Daten schlicht nicht AI-ready sind.
2. Evolution statt Revolution.
Der UBS Outlook (Mai 2026) zeigt: Nur wenige Unternehmen setzen KI wirklich systematisch ein. Auch die Arbeitsmarkt-Folgen werden vorsichtiger eingeschätzt, als manche Studien suggerieren. Ausnahme: Information, Kommunikation, IT – dort ist KI längst Realität.
3. Die Agenturbranche steht unter Stress.
Unsichere Planung, Budgetkürzungen, weniger wiederkehrendes Geschäft. Der Agency Report DACH 2026 zeigt: Zukunftssicherung, Umsatz, KI-Effekte und Liquidität beschäftigen Agenturführungen – erkannt, aber vielerorts noch nicht konsequent umgesetzt.
4. Die reine Umsetzungsrolle stirbt.
Forrester bringt es auf den Punkt: Wer nur ausführt, gerät unter Druck. Gefragt sind Qualitäten, die KI noch nicht leistet: Kontext, Geschmack, Kundenführung, Ambiguitätstoleranz, Entscheidungskraft.
5. Die Chance für Branding-Agenturen.
Geschäftsstrategie und Markenstrategie rücken zusammen. Corporate Branding muss die Marke zum Margentreiber machen, Top-of-Mind-Positionen sichern, Eigenständigkeit als Markenziel definieren. KI unterstützt dabei enorm. Ans Ziel führt am Ende aber der Markenexperte – nicht die Maschine. Zu unserem Glück.

